- Abteilungsleiter Holger Quendt erläutert den Ausbau der B175 in Glauchau.
Straßenbau: Landesamt präsentiert Riesenprojekt und neun weitere Vorhaben
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat am Mittwoch sein Bauprogramm 2026 vorgestellt – das für den Südwesten von Sachsen. Im Kreis Zwickau starten zehn Projekte mit Kosten von zusammen 27 Millionen Euro, die meisten werden auch in diesem Jahr abgeschlossen. Positiv aus dem Rahmen fällt der bekannte Brückenbau in Glauchau. Daneben werden Fahrbahnen und Brücken in Ordnung gebracht, ein Bachbett und eine Stützwand ebenfalls. Auf drei wichtigen Landstraßen müssen sich die Autofahrer auf Vollsperrung und Umleitung einstellen.
Im August soll in Glauchau damit begonnen werden, die Brücke über die Flutrinne zu bauen. Dauer: drei Jahre, wobei auch der Abriss des alten Bauwerks dazu gehört – es hat dann hundert Jahre auf dem Buckel. Gebaut wird größtenteils bei rollendem Verkehr, gesperrt wird, wenn Anschlüsse hergestellt werden. Der einzige Neubau in dem Programm kostet voraussichtlich 17 Millionen Euro.
Nach dem Bau der Brücke geht es auf der B173 praktisch nebenan weiter: Als nächstes wird das Stück zwischen Meeraner Straße und Waldenburger Straße vierspurig. Danach bleiben immer noch ein paar Kilometer mit zwei Spuren – und zwar in Richtung Niederschindmaas. Der Ausbau in den verbleibenden Abschnitten ist vorgesehen, versicherte Abteilungsleiter Holger Quendt. Die Lücke werde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehnts geschlossen.
Auf drei verkehrsreichen Straßen wird die Fahrbahn erneuert – unter Vollsperrung: auf der B93 südlich von Wiesenburg, auf der B173 zwischen Mülsen und Kreuzung St. Egidien und auf der S283 zwischen A72 und Wildenfels. In Limbach-Oberfrohna steht der Ausbau der Weststraße auf dem Programm. Daneben gibt es drei Projekte in Glauchau und Wüstenbrand, wo Brücken instandgesetzt werden. In Wilkau-Haßlau wird das Bachbett des Plotzbaches auf Vordermann gebracht, in Weidendorf eine Stützwand.
