Streit um Muldemauer in Haßlau: Gegner sprechen von Behördenwillkür
Die Gegner der Hochwasserschutzmauer in Wilkau-Haßlau fühlen sich von den Behörden an der Nase herumgeführt. Für den 10. Mai habe die Stadt zu einer Bürgerversammlung zum Thema geladen, doch bereits am 30. April sollen die Bauleistungen vergeben werden, spricht Manuela Hentschel von der Bürgerinitiative von Behördenwillkür. Man wolle offenbar Fakten schaffen. Die zuständige Landestalsperrenverwaltung bleibe Antworten schuldig. Dabei belegten Gutachten, dass die Mauer bei Hochwasser hohen Schaden verursachen werde, weil Hang- und Bachwasser nicht abfließen könnten, so Hentschel. Die Häuser am Ufer würden dauerhaft geschädigt. Außerdem passe das Bauwerk nicht in die Landschaft. Am Mittwoch verhandelt das Verwaltungsgericht Chemnitz über vier Eilanträge und Klagen von Betroffenen gegen den Mauerbau. Im Falle einer Niederlage kündigte Hentschel an, vor das Oberverwaltungsgericht zu ziehen.