Sturmtief „Niklas“ hält Einsatzkräfte in Atem
Sturmtief Niklas hat in Zwickau und dem Landkreis zahlreiche Schäden angerichtet. Insgesamt gingen im Lagezentrum fast 80 Notrufe ein. Feuerwehr und Polizei mussten zu 150 Einsätzen ausrücken. Bäume knickten um, Äste fielen herab. Straßen mussten zeitweise gesperrt werden. Dachziegel flogen durch die Luft. Dabei gab es zum Glück keine Verletzten. 22 Autos wurden von umgestürzten Bäumen oder herabfallenden Dachziegeln getroffen. Dabei entstanden mindestens 25.000 Euro Sachschaden. In Wilkau-Haßlau wurde das Dach des Gymnasiums beschädigt. In Langenbernsdorf gab es Stromausfall. Bei Oberheinsdorf stürzte am Dienstagabend eine Kiefer auf die A72. Die Autobahn war Richtung Hof kurzzeitig voll gesperrt.
Blickt man weiter ins Land, dann haben Sturm und Schneefälle vor allem im Erzgebirge gewütet. In Grünhain Beierfeld deckte der Sturm am Abend das Dach einer Produktionshalle ab. Auf der B 174 rutschte bei Großolbersdorf ein mit 24 Tonnen Schüttgut beladener Lkw in den Graben. Auf der B 101 bei Großschirma wurde ein mit Styropor beladener Laster MAN aus der Bahn geworfen und stürzte um.
Aber auch in Eibenstock, Brünlos und Oelsnitz waren die Feuerwehren im Einsatz – und befreiten Straßen von umgestürzten Bäumen. Ein Blitzschlag sorgte am Mittag dafür, dass der Dachstuhl eines Hauses in Chemnitz-Wittgensdorf in Brand geriet.