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Telefonzellen verschwinden mehr und mehr aus Sachsen

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Weil fast alle Sachsen ein Handy haben, sinkt die Zahl der öffentlichen Telefonzellen im Freistaat. Sie werden einfach kaum noch gebraucht. Ein Telekom-Sprecher hat unserem Sender gesagt, dass es in Sachsen höchstens noch 900 Telefonhäuschen gibt. Jedes Jahr werden rund 250 der öffentlichen Fernsprecher im Freistaat abgebaut. Eine genaue Zahl gibt es gar nicht, weil sonst Heerscharen von Telekom-Mitarbeitern die rapide sinkenden Zahlen bearbeiten müssten. Wenn immer wieder festgestellt werde, dass kaum ein Cent in einem öffentlichen Telefon landet, werde es abgebaut. Stromkosten und Unterhalt seien einfach zu teuer. Die meisten stehen an Flughäfen wie Leipzig oder Dresden. Auch die größeren Bahnhöfe wie z.B. in Plauen, Zwickau, Chemnitz oder Görlitz brauchen noch öffentliche Fernsprecher. In kleinen Gemeinden etwa im Erzgebirge, Mittel- und Nordsachsen, der Sächsischen Schweiz oder der Lausitz werden die Apparate wegen zu hoher Kosten und zu niedriger Einnahmen abgebaut.