Telekom-Mitarbeiter wollen nicht nach Leipzig umziehen
Die 24 Beschäftigten der Telekom in der Schubertstraße haben am Mittag gegen die drohende Schließung des Zwickauer Standortes protestiert. In der Mittagspause machten sie ihrem Unmut darüber Luft, künftig nach Leipzig pendeln zu müssen. Die Argumente der Konzernleitung seien nicht nachvollziehbar. Offensichtlich gehe es nur darum, die Beschäftigten aus dem Unternehmen zu drängen, so der Betriebsrat. Die Telekom plant, bundesweit die Zahl der für Geschäftskunden und IT zuständigen Betriebe von 113 auf neun zu reduzieren.
Unterdessen verlangte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete der Linken, Sabine Zimmermann, von der Bundesregierung, die Standortschließungen zu verhindern. Der Bund sei in der Pflicht, als größter Einzelaktionär den Konzern in die Schranken zu weisen. Von den Angestellten fordere der Vorstand Sparopfer, stelle aber den Aktionären Milliarden an Dividenden in Aussicht. Das sei Ausbeutung pur, so Zimmermann.