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Textilbranche will Unterstützung vom Bund

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Die einheimische Textilbranche hat in den vergangenen Jahren innovative Medizinprodukte entwickelt, benötigt aber Unterstützung bei der Vermarktung. Das wurde am Montag bei einer Rundreise von Wirtschaftsminister Martin Dulig deutlich. Der SPD-Politiker besuchte Unternehmen in Crimmitschau, Hohenstein-Ernstthal und Limbach-Oberfrohna. Verbandsgeschäftsführer Jenz Otto sagte, die Spitzenprodukte, wie zum Beispiel keimtötende Wäsche, seien bei potenziellen Anwendern oft kaum bekannt. Mit Finanzhilfen vom Freistaat sei es seit 2015 gelungen, Kontakte zu Entscheidern in Kliniken und Pflegediensten zu knüpfen. Jetzt sei es wichtig, den Bund als Förderer ins Boot zu holen. Noch in dieser Woche solle ein entsprechender Antrag gestellt werden. In der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie arbeiten 16.000 Menschen, darunter 12.000 in Sachsen. Der Gesamtumsatz in Ostdeutschland betrug 2018 1,87 Mrd. Euro.