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Neue Spielzeit verspricht 21 Premieren – von Goethe bis Monty Python

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Das Theater Plauen-Zwickau steckt in einem Korsett und stößt sich daran, versucht aber, es so gut wie möglich auszufüllen. Mit diesem Bild beschrieb Generalintendant Dirk Löschner die Situation mit Blick auf die nächste Spielzeit. Das auferlegte Sparprogramm führt unter anderem dazu, dass drei Neuproduktionen gestrichen wurden. Doch die angekündigten 21 Premieren und 15 Wiederaufnahmen trüben die Vorfreude des Publikums auf 25/26 wohl kaum oder gar nicht. Auch eine Uraufführung wird es geben.

Das Musiktheater wird unter anderem Puccinis Oper „La Bohème“ auf die Bühne bringen und Linckes Operette „Frau Luna“. Die erfolgreiche Inszenierung von La Traviata steht weiter auf dem Programm, ebenso „Der kleine Horrorladen“, um zwei Beispiele für Wiederaufnahmen zu nennen. Seine Premiere erlebt das Musical „Monty Pythons Spamalot“, beruhend auf dem Film „Der Ritter der Kokosnuss“ – es wird wieder lustig im Gewandhaus!

Die Spielzeit steht unter dem Motto „Was die Welt im Innersten zusammenhält“. Das wollte bekanntlich Faust wissen. Der Stoff von Goethes Werk wird gleich dreimal aufgegriffen: Das Schauspiel inszeniert den Urfaust und „Doktormutter Faust“ und das Ballett „Peer Gynt“ – „auch der nordische Faust genannt“, so das Theater.

Als Uraufführung ist „Kohlhaas“ anzusehen. Die Novelle von Kleist wird in Form eines Maskenspiels erzählt. Monodramen werden nur in Plauen aufgeführt, weil in Zwickau die kleine Bühne fehlt. „Prima Facie“ ist ein Monolog und ebenfalls ein Fall für die kleine Bühne – doch für dieses Stück über die Justiz wurde in Zwickau ein passender Raum gefunden: ein Gerichtssaal.

Audio:

Generalintendant Dirk Löschner zu ersten Einschnitten durch Sparzwänge:
Dirk Löschner zum neuen Musical im Programm:
Musiktheaterchef Horst Kupich zur Opernpremiere: