Theater mit Last-Minute-Vorstoß zur Puppentheaterzukunft
Die Theaterleitung wehrt sich weiterhin gegen eine Angliederung des Puppentheaters an die städtische Kultour Z. Vor der Vorentscheidung am Dienstagnachmittag im Finanzausschuss hat Generalintendant Roland May noch einmal einen Alternativvorschlag unterbreitet. Es wäre besser, für das Puppentheater eine eigenständige Gesellschaft zu gründen - zwar unter dem Dach der Stadt, aber in künstlerischer Eigenregie, sagte May am Montag vor Journalisten.
Vorteile aus Theatersicht: die gewohnte Vernetzung der Puppenspieler mit den drei anderen Sparten, schlanke organisatorische Abläufe und eine qualitativ hohe Nachwuchsgewinnung. Bisher sei das Zwickauer Puppenspiel eine der ersten Adressen für Absolventen auf diesem Gebiet.
Die personelle Lage des Figurentheaters sei wegen der "schwierigen Situation" der vergangenen Monate bereits prekär. Demnach hätten drei von fünf Puppenspielern ihre Verträge nicht verlängert, sagte May. Auch die Leiterin der Sparte wolle gehen. Die kommende Spielzeit habe man daher nur vorläufig planen können. Gleichzeitig würden derzeit in ganz Sachsen Puppenspieler gesucht.
Der Betrieb des 1952 gegründeten Zwickauer Puppentheaters kostet jährlich 560 000 Euro. Nach dem Finanzausschuss entscheidet der Stadtrat am Donnerstag abschließend.