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Theater: Weg frei für Nothilfe – Unmut über vertrauliches Papier

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Das Theater Plauen-Zwickau erhält aus dem „Nothilfe“-Paket knapp 380.000 Euro. Die Hälfte hatte der Freistaat Sachsen zugesichert – vorausgesetzt, die Gesellschafter übernehmen die andere Hälfte. Diese Bedingung ist nun erfüllt: Nach Plauen hat auch Zwickau entschieden, für 2024 seinen Anteil zu zahlen. Das Votum des Stadtrates war am Donnerstag klar: 42 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme (Freie Sachsen), keine Enthaltung. Vernichtende Kritik gab es am vorliegenden Strukturkonzept.

Jens Heinzig (BfZ) begrüßte die Finanzhilfe und die Aussicht auf Verlängerung. Er sagte aber auch, dass das Kernproblem bleibt: die finanzielle Schieflage des Theaters. Einfache Einnahmesteigerungen würden hier nicht funktionieren, und es würde auch nicht reichen, den Spielplan auszudünnen.

In diesem Jahr soll die Nothilfe sogar etwas höher ausfallen: Mit dem Anteil von Plauen und Zwickau sollen es 787.000 Euro werden. Doch das Defizit des Theaters liegt im laufenden Jahr bei 1,5 Millionen Euro.

Um die finanzielle Lage des Theater zu verbessern, wurde ein Strukturkonzept in Auftrag gegeben. Das Papier liegt vor, die Rechnung ebenfalls. Der Stadtrat gab im gleichen Beschluss das Geld frei, um sie zu bezahlen, wobei der Unmut nicht zu überhören war. „Das Strukturkonzept hat keinerlei neue Erkenntnisse gebracht“, sagte Jens Heinzig, „das Geld hätten wir lieber dem Theater gegeben.“ Andere Räten klopften zustimmend. Finanzbürgermeister Sebastian Lasch erinnerte daran, dass das Papier streng vertraulich ist, widersprach aber auch nicht dem geäußerten Unmut.