Unfalltragödie auf der A4 - Lkw rast in Stauende - ein Toter und sieben zum Teil schwerverletzte Menschen
Pfingsten wird von einer Unfalltragödie überschattet. Gestern Nachmittag passierte es auf der A 4 bei Nieder Seifersdorf im Landkreis Görlitz. Ein Lkw – beladen mit Autos – raste nahezu ungebremst in ein Stauende. Ein Mensch starb, sieben wurden zum Teil schwer verletzt.
Der Lkw rammte zunächst einen Audi, in dem sich eine Familie mit drei Kindern befand. Bis auf den Vater wurden alle schwer verletzt. Der Audi krachte gegen die Mittelleitplanke. Dann schob der Lkw einen Golf komplett unter einen davor haltenden Lastzug. Der 68-jährige Golffahrer verstarb, seine zwei Jahre jüngere Begleiterin erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Wucht des Aufpralls war noch so groß, dass der Sattelzug auf ein vor ihm haltendes Auto geschoben wurde. Die Fahrerin erlitt leichte Verletzungen – ebenso der Unfallverursacher.
Mehr als 80 Rettungskräfte eilten zur Unfallstelle. Zwei Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen der Unfallopfer und um die Leichtverletzten. Der Stau hatte sich infolge einer Havarie im Autobahntunnel „Königshainer Berge“ gebildet. Dort war am Morgen ein Lkw ausgebrannt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Nieder Seifersdorf abgeleitet.
Die Tunnelröhre Richtung Görlitz bleibt auf jeden Fall noch bis kommenden Dienstag gesperrt. Sollten sich Befürchtungen bewahrheiten, dass Teile der Betonschalung beschädigt sind, könnte die Sperrung noch Wochen dauern. Am Dienstag wollen Mitarbeiter des Autobahnamtes Sachsen gemeinsam mit einem Gutachter die Brandstelle inspizieren.
Unterdessen sucht die Polizei Zeugen für den Unfall mit dem Lkw bei Nieder Seifersdorf. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.