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Ursache für Brand der Stadtkirche Großröhrsdorf weiter unklar

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Eine Woche nach dem verheerenden Feuer der Stadtkirche Großröhrsdorf  ist der Grund für dessen Ausbruch weiter unklar. Noch dauert die Spurensuche in der Ruine an. „Brandursachenermittler sind weiter im Einsatz, mit Spürhund“, sagte ein Polizeisprecher. Noch immer räume das Technische Hilfswerk dabei Schutt und Trümmer für die Arbeit der Kriminalisten beseite. Wegen der schwierigen Bedingungen sei unklar, wie viel Zeit die Untersuchungen noch in Anspruch nehmen. Nach Angaben des Landeskirchenamtes in Dresden sind die Reste des Gebäudes nach wie vor einsturzgefährdet und vor allem der Turmstumpf fragil.

Unterdessen lassen Hilfsbereitschaft und Solidarität mit der betroffenen evangelischen Kirchgemeinde nicht nach. Auf dem Spendenkonto sind inzwischen rund 154 500 Euro eingegangen, wie die Kirchengemeinde auf ihrer Website angibt. Das Geld werde ausschließlich für die Gemeindearbeit verwandt, nicht für Wiederaufbau, sagte Pfarrer Schwarzenberg. Das Gotteshaus sei auch brandversichert, es gebe bereits Gespräche. Wie ein Sprecher des Landeskirchenamtes sagte, beauftragen die Versicherungen entsprechende Gutachten.

Für Sonntagmorgen lädt die evangelische Kirchgemeinde open air zum Gottesdienst, im Pfarrhof, sagte Schwarzenberg. „Wir gehen davon aus, dass so viele kommen wie direkt nach dem Kirchenbrand.“ Dafür reiche der Gemeindesaal nicht aus, in den etwa 80 Menschen passten.

In der Nacht zum 4. August hatte ein Feuer die Barockkirche der Kleinstadt rund 25 Kilometer östlich von Dresden zur Ruine gemacht. Die Flammen zerstörten Dachstuhl, Kirchenschiff und einen Teil des 50 Meter hohen Glockenturms. Viele historische Kunstschätze und Architekturteile sind verloren, darunter Taufstein und -schale, Kanzel, Orgel, Emporen sowie die geschnitzte Madonna aus dem 15. Jahrhundert und eine Nachbildung des Altars der Leipziger Thomaskirche.(dpa)