• Foto: Harry Härtel

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US-Militär durchquert wieder Sachsen

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In den nächsten Monaten rollen wieder zahlreiche Militärtransporte quer durch Sachsen. Die US-Armee verlegt für die Großübung DEFENDER Panzer, Soldaten und anderes Gerät nach Polen und ins Baltikum. An der Übung, die von den USA geführt wird, sollen 37.000 Soldtaten teilnehmen. Insgesamt 19 NATO-Staaten beteiligen sich.

Die US-Truppen werden mit Unterstützung der Bundeswehr über die Autobahnen geführt, unter anderem über die Route Düsseldorf, Nürnberg, Dresden und Görlitz. In der Kaserne Frankenberg und auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz sollen die Konvois pausieren. Auch auf der Schiene werden im Frühjahr viele Gütertransporte mit US-Militär unterwegs sein.

"Wenn die Amerikaner mit DEFENDER die Verfahren zur Verlegung von umfangreichen Kräften nach Osteuropa üben, wird Deutschland aufgrund seiner geo-strategischen Lage zur logistischen Drehscheibe", heißt es von der Bundeswehr. Mit der Übung soll die schnelle Verlegbarkeit größerer Truppenteile über den Atlantik und durch Europa geübt werden. Weiter heißt es von der Bundeswehr:

"DEFENDER Europe 2020 wird in Europa deutlich sichtbar sein. Unter den 37.000 Soldatinnen und Soldaten werden über 20.000 sein, die aus Kontinental-Amerika mitsamt Material und Fahrzeugen in West-Europa ankommen und danach durch 10 Länder gen Osten fahren. Personen und Material kommen mit Schiffen und Flugzeugen bei Nutzung von 14 See- und Flughäfen in den Niederlanden, in Belgien, Frankreich und Deutschland an, per Schienen- und Straßentransport geht die Verlegung weiter Richtung Polen und Baltikum. Der Hauptverlegezeitraum der USUnited States-Verbände in Europa reicht von Februar bis in den Mai 2020. Die etwa 4.000 km Konvoi-Routen sind eine große Wegstrecke für eine Übung. An der Übung unmittelbar beteiligt sind auch Soldaten und Soldatinnen verschiedener Bereiche der Bundeswehr."