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Verbraucher­zentrale unterstützt Klage gegen Sparkasse Zwickau

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Leipzig/Zwickau (dpa/sn) - Im Streit um die Kündi­gung von langfris­tigen Sparver­trägen will die Verbrau­cher­zen­trale Sachsen nun gericht­lich gegen die Stadt­spar­kasse Zwickau vorgehen. „Nachdem Gespräche mit dem Institut bisher ohne Ergebnis verlaufen sind, werden wir nun mit einigen Sparern gemeinsam den Klageweg beschreiten“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Leipzig. Dabei geht es um langfris­tige sogenannte Prämi­en­spar­ver­träge, die von der Sparkasse gekün­digt wurden. Als Begrün­dung gab sie die Niedrig­zins­po­litik der Europäi­schen Zentral­bank an, deshalb seien die Sparformen für die Bank nicht mehr wirtschaft­lich.

Die Anlage­form hatte sich haupt­säch­lich an konser­va­tive Sparer gerichtet, die das Geld für die Alters­vor­sorge nutzen wollten. Attraktiv seien dabei weniger die Zinsen, sondern hohe Bonus­zah­lungen gewesen, die nach Ablauf von 15 Jahren für alle weiteren Sparjahre ausge­zahlt werden sollten.

So erhielten Kunden, die jährlich 1200 Euro auf den Sparver­trag einzahlten, ab dem 15. Jahr einen Bonus in Höhe von 600 Euro. Nun wurde der Sparver­trag gekün­digt, so dass weitere Bonus­zah­lungen entfallen.

Im Gegen­satz zu anderen Sparkassen in Sachsen, die gar nicht kündigen oder nachträg­lich auf die Kunden zugehen, so in Leipzig und Meißen, hielten die Zwickauer trotz Inter­ven­tion an ihrer Position fest, teilte die Verbrau­cher­zen­trale weiter mit.

Die beiden Geldin­sti­tute in Leipzig und Meißen hatten zwar auch Verträge gekün­digt, dies aber später zum Teil zurück­ge­nommen oder den Betrof­fenen alter­na­tive Angebote unter­breitet. Diese liefen bis Ende 2018 und entsprä­chen deren Anlage­men­ta­lität, hieß es.