Verein präsentiert Nutzungskonzept für Bahnhofsgebäude in Werdau
Vor der Sondersitzung des Werdauer Stadtrates am Dienstagabend (19 Uhr) haben die Gegner des bereits beschlossenen Bahnhofsabrisses ein Konzept vorgelegt. Das Papier, das Radio Zwickau vorliegt, listet Vorschläge zur Nutzung der einzelnen Gebäude auf und beschreibt, wie die Sanierungen finanziert werden könnten. Der Ansatz: Die für den Abriss geplanten knapp 800.000 Euro wären besser investiert in die Entwicklung des Standorts, obendrauf kämen Eigen- und Fördermittel.
Dem Verein „Stadtentwicklung und -erhaltung Werdau“ schwebt u.a. vor, die Mitropa als Gemeindezentrum für Leubnitz zu nutzen. Nach einem Abriss des Mittelbaus würden Reisende im Regen stehen, besser sei, ihn wieder attraktiv zu machen. Das größte Potenzial sehen die Bahnhofsfans im Hochbau. Zwei Ideen wollen sie diskutieren: Entweder darin wird ein Medizinisches Versorgungszentrum angesiedelt, wie es auch das Rathaus schon einmal erwogen hatte, oder ein Gründerzentrum zieht ein.
Der Stadtrat soll am Abend beschließen, mit dem Abriss der Bahnhofsgebäude eine Firma aus Thonhausen zu beauftragen – im Umfang von 795.000 Euro. Mitte April sollen die Bagger loslegen.