• Maik K., Andreas L. und Torsten G. sind wegen Verleumdung angeklagt. (c) Frank Vacik

Verleumdung der Zwickauer OB - Berufungsverhandlung ausgesetzt

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Die Berufungsverhandlung um die Verleumdung der Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) ist am Dienstag nach nur einer Stunde ausgesetzt worden. Auf Beschluss des Landgerichts Zwickau soll einer drei Angeklagten zunächst von einem Gutachter daraufhin untersucht werden, inwieweit er verhandlungsfähig ist.

Der 49-Jährige hatte den Antrag gestellt mit der Begründung, er habe 2015 einen Schlaganfall erlitten. Die daraus entstandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen würden  "einer Durchführung der Hauptverhandlung entgegenstehen".

Er und zwei weitere Männer im Alter von 41 und 54 Jahren sollen der Kommunalpolitikerin unterstellt haben, die Terrormiliz IS zu unterstützen.

Die Angeklagten hatten Findeiß bei einem Bürgergespräch in Form eines Spaziergangs im August 2016 mehrfach vorgeworfen, in ihrem Wohnhaus IS-Kämpfer zu beherbergen. Anschließend hatten sie Videoaufnahmen ihrer Aktion ins Internet gestellt. Das Amtsgericht Zwickau hatte sie deshalb im vergangenen Sommer wegen übler Nachrede und Verleumdung zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Die Zwickauer Rathauschefin sowie weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollten ursprünglich am Dienstag als Zeugen aussagen. Wann der Prozess weitergeht, steht nach Angaben des Richters noch
nicht fest. Ein für Ende Februar anberaumter Fortsetzungstermin wurde abgesetzt. (mit dpa)