Vermieter verhindert Notunterkunft für 700 Flüchtlinge in Großröhrsdorf
Überraschung in Großröhrsdorf: In der leerstehenden Halle eines Unternehmens, wird doch keine Notunterkunft für 700 Flüchtlinge entstehen. Das teilte Portatec-Geschäftsführer Dietmar Metzner unserem Sender auf Anfrage mit. Man werde den Mietvertrag mit dem Freistaat nicht unterschreiben. Grund sei die Zuspitzung der vergangengen Tage und die fehlende politische Lösung, sagte Metzner. Man habe eine Verantwortung für die Stadt. Die Landesdirektion wollte bis zu 700 Flüchtlinge in der Firmenhalle in Großröhrsdorf unterbringen. Bürgermeister, Stadtrat und Pfarrer der Gemeinde hatten sich dagegen ausgesprochen. Portatec will die Halle nun anderweitig vermarkten.Auch die Landesdirektion hat sich dann am Mittwochnachmitag geäußert, die Behörde teilte schriftlich mit:Zur Nutzung von Werkhallen der ehemaligen Schüco-Solarfabrik als Asylbewerbernotunterkunft der Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen ist ein Mietvertrag zwischen dem jetzigen Eigentümer der Hallen und dem Freistaat Sachsen nicht zustande gekommen. Eine Nutzung der früheren Solarfabrik als Asylbewerbererstunterkunft für in Sachsen neu ankommende Asylsuchende kommt deshalb vorläufig nicht weiter in Betracht.Täglich sind zwischen 200 und 300 Asylbewerber in Sachsen neu unterzubringen. Die Landesdirektion Sachsen und der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) setzen deshalb die intensive Recherche für zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für die Erstaufnahme von Asylbewerbern fort. Spruchreife Standortentscheidungen werden wie bislang aktiv und umgehend kommuniziert.