Verschärfte Wetterlage: Bahn passt ihr Angebot an
Der Verkehr in vielen Ländern Europas, darunter Frankreich, die Niederlande oder Tschechien, ist derzeit durch das Winterwetter stark eingeschränkt. Die Deutsche Bahn (DB) erwartet in den kommenden Tagen insbesondere für den Norden und Nordosten Deutschlands spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert dort bei Dauerfrost heftigen Wind mit Schneefällen und Schneeverwehungen. Deshalb reduziert die DB ab Donnerstagnachmittag vorsorglich das Fernverkehrsangebot in diesen Regionen.
Alle Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar 2026 ein Ticket für eine Reise vom 8. bis zum 10. Januar 2026 gekauft haben und diese aufgrund der Winterwitterung verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. Das Ticket gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.
Zudem haben Fahrgäste mit Fernverkehrstickets im Rahmen einer Sonderkulanz auch die Möglichkeit, ihre Reise vorzuverlegen und bereits heute zu fahren. Alle Informationen dazu unter www.bahn.de/info/sonderkulanz . Daneben gelten die weiteren tariflichen bzw. gesetzlichen Fahrgastrechte, sodass z. B. auch eine Ticketerstattung unter den entsprechenden Voraussetzungen möglich ist.
Hier kommt es zu Behinderungen
Von den Einschränkungen sind Fernverkehrsverbindungen unter anderem nach Norddeich-Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen betroffen. Die DB begrenzt außerdem temporär auf den Schnellfahrstrecken Berlin–Wolfsburg, Hannover–Würzburg und Köln – Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE-Züge auf 200 Stundenkilometer. Das ist notwendig, um Schäden an den Zügen und der Strecke durch Eisabwurf zu vermeiden. Die Fahrtzeit verlängert sich um bis zu 30 Minuten.
Die entsprechenden Änderungen sind ab sofort in der Fahrplanauskunft im DB Navigator und auf bahn.de abrufbar. Reisende sollten sich dort auf jeden Fall vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren.
Auch im Regionalverkehr auf der Schiene kann es in den nächsten Tagen und je nach Wetterlage zu Einschränkungen des Angebots kommen. Hierzu sollten Reisende neben DB Navigator und bahn.de auch auf die Auskunftsmedien der anderen Eisenbahnunternehmen zurückgreifen.
