Verstrahltes Grundstück - Besitzer will Fördermittel für Entsorgung
Mit einem mit Schadstoffen belasteten Grundstück am Schwanenteich befasst sich der Petitionsausschuss des Landtages. Bei einem Vororttermin auf der Parkstraße verschafften sich die Mitglieder am Dienstagvormittag einen Überblick. Dort lagern vermutlich schon seit 90 Jahren Schwermetalle, Altöl und radioaktives Material. Besitzer Jens Schmitt, der eine Villa auf dem Grundstück errichtete und sich mit der Stadt bereits wegen des Freilichtbühnenlärms gezofft hatte, will Fördermittel für die Beseitigung der Altlasten bekommen. Es geht um bis zu zwei Millionen Euro. Die Ergebnisse werden im Landtag ausgewertet. Ob Geld fließt, enscheidet das zuständige Ministerium.
Unterdessen kauft die Stadt zwei Nachbargrundstücke Schmitts und gibt dafür knapp 150.000 Euro aus. Diese Zahl nannte Finanzbürgermeister Bernd Meyer am Dienstagnachmittag öffentlich im Finanzauschuss, nachdem das gleiche Gremium im März den Deal hinter verschlossenen Türen abgesegnet hatte. Gut 4.000 qm groß ist die Fläche.
Was die Stadt damit vor hat, darüber sagte Meyer nichts. Dem Vernehmen nach soll eine Grünfläche entstehen – zum Schutz der Freilichtbühne. Bebauung ausgeschlossen! Schmitt hatte sein Grundstück bereits im Juli zum Kauf angeboten. Doch die Stadt lehnte ab - zu teuer!