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Viel zu tun für Feuerwehr und Polizei

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Sturm­tief „Niklas“ hat in Sachsen am Dienstag für zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuer­wehr gesorgt. Allein die Rettungs­leit­stellen in Zwickau und Plauen wurden zu 261 Vorfällen gerufen. Die fünf Polizei­di­rek­tionen im Freistaat erreichten 520 sturm­be­dingte Notrufe. Bis zum Mittwoch­morgen beruhigte sich die Lage.Im Zugver­kehr kam es verein­zelt noch zu Ausfällen oder Verspä­tungen, wie ein Bahnspre­cherin in Leipzig sagte. Im Regio­nal­ver­kehr seien unter anderem das Mittel­deut­sche S-Bahnnetz und das Dresdner S-Bahnnetz von Störungen betroffen. Im Fernver­kehr fallen laut Bahn noch die Züge auf der Strecke Hamburg-Berlin-Halle-München aus. In Bischofs­werda (Landkreis Bautzen) wurde eine Frau verletzt, als ein Ast auf ihr Auto fiel und die Front- und Seiten­scheibe zerstörte. Ein 14-Jähriger wurde in Weißwasser (Landkreis Görlitz) von abgeris­senem Dämmma­te­rial eines Hauses getroffen und verletzt. Beide kamen in ein Kranken­haus. Meist mussten die Einsatz­kräfte wegen umgestürzter Bäume, abgeris­sener Äste oder herab­ge­fal­lener Dachziegel ausrü­cken. Laut Mittel­deut­scher Netzge­sell­schaft Strom kam es vor allem in den Landkreisen Leipzig und Mittel­sachsen zu Strom­aus­fällen. Auf der Autobahn A4 bei Höhe Rossau versperrte ein Baum die Fahrbahn. Nach einem Blitz­schlag am Mittag geriet der Dachstuhl eines Hauses im Chemnitzer Ortsteil Wittgens­dorf in Brandt. Der Schaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt. Laut Deutschem Wetter­dienst (DWD) bleibt es am Mittwoch stürmisch. Es müsse verein­zelt auch mit schweren Sturm­böen gerechnet werden. Im Vergleich zum Dienstag fielen diese aber geringer aus. Außerdem werden Schauer und Gewitter erwartet. Im Erzge­birge soll es schneien. Die Meteo­ro­logen erwarten für Ostern nasskaltes Wetter. Es werde wechsel­haft bei einstel­ligen Tempe­ra­turen.