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Villa Schön macht Zwickau um eine Sehenswürdigkeit reicher

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Den Wow-Effekt gab es schon vor einigen Monaten, als die Gerüste fielen und die tolle Klinkerfassade zum Vorschein kam. Inzwischen sind auch der moderne Anbau und der Park fertig und die Arbeiten im Gebäude abgeschlossen. Am Donnerstag wurde sie nun feierlich eingeweiht, die Villa Schön in Pölbitz. Grund zur Freude haben nicht nur die Investoren und die Mitarbeiter von Metawerk, sondern auch die beteiligten Handwerker und jeder Freund schöner Architektur.

Besonders die weiße Farbe hatte aus der Fabrikantenvilla ein unscheinbares Gebäude gemacht. Dieser unglückliche Anstrich ist verschwunden, die Backsteine wirken wie neu, wie vor 130 Jahren. Auch die Fenstereinfassungen aus Sandstein wurden freigelegt oder die Blumenmotive zwischen den geschwungenen Dachbalken restauriert. Die Fenster mit dunkelgrünem Rahmen haben Rollläden, deren Abdeckungen künstlerisch gestaltet sind. Metawerk spricht von einem architektonischen Highlight. Es ist das Werk von über 30 Firmen aus der Region Zwickau und dem Erzgebirge.

Erbauer war Textilfabrikant Alfred Schön – er wurde nach dem Krieg enteignet. Die Villa diente 55 Jahre als Kita. Zwölf Jahre stand das Gebäude leer, dann entschied sich Metawerk, es selbst zu nutzen. Die ZKZ Verwaltungsaktiengesellschaft investierte einen hohen einstelligen Millionenbetrag. In den nächsten Wochen ziehen die Zwickauer Mitarbeiter von Metawerk ein. Die historischen Räume können im Übrigen für Sitzungen und ähnliche Veranstaltungen gemietet werden. (mit rko)

Audio:

Interview mit Michael Müller, Vorstand von Metawerk
Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel