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VW und zwei Zulieferer werden wieder bestreikt

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Die IG Metall lässt weiter die Muskeln spielen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, stehen bei VW und GKN in Zwickau-Mosel sowie bei SAS in Meerane von Freitag zu Sonnabend die Bänder still.

Der 24-Stunden-Warnstreik beginnt 6 Uhr. Die Beschäftigten wurden aufgerufen, vor den Werkstoren mit Abstand und Maske hörbar für ihre Forderungen zu streiten.

Knackpunkt ist weiterhin das sogenannte Angleichungsgeld als Ausgleich für die drei Wochenstunden, die im Osten länger gearbeitet werden muss als im Westen. „Die Arbeitgeber verweigern zu diesem Punkt bisher jedes Gespräch“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Zwickau, Thomas Knabel.

Update 14:54 Uhr: Sachsens Wirtschaftsminister und SPD-Landeschef Martin Dulig hat sich hinter die Forderungen der streikenden Metaller gestellt.  Er sagte vor VW-Beschäftigten in Mosel, sie kämpften für das Richtige. Es sei ein Skandal, dass 30 Jahre nach der Wende gleicher Lohn für gleiche Arbeit in Ost und West immer noch keine Selbstverständlichkeit ist. Dulig begrüßte den Mitgliederzuwachs der Gewerkschaften.  Hier entstehe eine neue gesellschaftliche Bewegung in Sachsen.