Warnstreik bei Unilever in Auerbach/Vogtl.
Die Beschäftigten des Unilever-Werks im vogtländischen Auerbach treten ab Donnerstagmittag in einen zweistündigen Warnstreik. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). In den aktuellen Tarifverhandlungen fordert sie eine Lohnerhöhung von 500 Euro im Monat für die 190 Mitarbeiter. Ein Angebot der Arbeitgeberseite hatte die Gewerkschaft mit der Begründung abgelehnt, dass es weit unter ihrer Forderung liege.
Im Unilever-Werk in Auerbach werden u.a. Suppen und Soßen für die Marke „Knorr“ produziert.
Update 17:10 Uhr: Zum dem Warnstreik am Donnerstag erklärte Werksleiter Heiko Röder:
„In der aktuellen Tarifrunde haben wir gegenüber der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten am 23. Februar 2023 für unsere 180 Beschäftigten eine Entgelterhöhung von insgesamt 9 Prozent für 21 Monate angeboten. Das beinhaltet auch die vollständige Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro netto, die in drei Schritten gezahlt werden soll. Damit bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine deutliche Unterstützung, denn jede*r von uns spürt die hohe Inflation und steigenden Kosten. Durch die vorgeschlagene Erhöhung werden die Gehälter und Löhne in unserem Werk in Auerbach zudem weiterhin zu den höchsten innerhalb des regionalen Arbeitgeberverbandes zählen. Unilever ist unverändert bereit, in konstruktiven Verhandlungen eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Oberstes Ziel aller Beteiligten muss es sein, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Werks und somit auch die Arbeitsplätze am Standort zu sichern.“