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Warnstreiks laut Gewerkschaft mit starker Beteiligung

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Mit bunten Luftbal­lons, Rasseln und Plakaten haben Lehrer und Angestellte im öffent­li­chen Dienst in Sachsens Großstädten ihrem Unmut Luft gemacht. Die Gewerk­schaften sprachen von mehreren Tausend Teilneh­mern bei den Warnstreiks. "Es sind sogar mehr gekommen als erwartet", sagte eine Sprecherin der Gewerk­schaft GEW am Mittwoch in Chemnitz. Dort versam­melten sich den Angaben zufolge rund 5.300 Menschen zu einer Kundge­bung, darunter auch viele Pädagogen aus den Kreisen Zwickau, Erzge­birge und Vogtland.

In Dresden zogen am Vormittag etwa 6.000 Menschen durch die Innen­stadt zu einer Kundge­bung vor dem Finanz­mi­nis­te­rium; darunter nicht nur Lehrer, sondern auch Polizisten und Beschäf­tigte der Forst­wirt­schaft.

In Leipzig sprach die Gewerk­schaft der Polizei von rund 4.000 Teilneh­mern. Auf dem Augus­tus­platz protes­tierten Lehrer, Angestellte der Finanz­ver­wal­tung, Polizisten und Rechts­pfleger unter anderem mit Stopp-Schil­dern mit der Aufschrift "Hände weg von unserer Rente".

Die GEW geht davon aus, dass es an etwa 75 Prozent der Schulen im Freistaat keinen regulären Unter­richt gibt. Die Gewerk­schaften fordern unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld, mindes­tens aber 175 Euro mehr. Sie werfen den Arbeit­ge­bern vor, statt einer Erhöhung der Gehälter Einschnitte bei der Alters­vor­sorge anzustreben.