Was die Kevin-Brauer in den vergangenen Tagen durchmachten
Nach einem Feuer kurz vor Silvester in der Zwickauer Kevin-Brauerei sind die Betreiber überwältigt von der Hilfs- und Spendenbereitschaft. Freunde haben tatkräftige Unterstützung angeboten, etwa 12.000 Euro kamen bisher über die Online-Plattform Betterplace für den Wiederaufbau zusammen. „Wir hätten das nicht geglaubt; so viel Geld in so kurzer Zeit“, sagt Betriebsleiter Stefan Wäntig.
Die Ursache für das Feuer? Wahrscheinlich ist im Brauraum in einem Kühlschrank der Kompressor explodiert, oder eine danebenliegende Verteilerdose entzündete sich. Wäntig erinnert sich an den Moment, als er seine Brauerei nach dem Schicksalsschlag betrat: „Das war eine absolute Katastrophe, man ist hilflos und weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Und das alles im Jubiläumsjahr.“ Seit zehn Jahren gibt es die Craftbeer-Hersteller, die meiste Zeit davon in der Seilerstraße.
Glück im Unglück: Eine über dem Brandherd liegende Plastikwasserleitung schmolz durch die Hitze und wirkte wie ein Sprinkler: Das austretende Wasser löschte den Brand. Einen Feuerwehreinsatz gab es gar nicht.
Die Verkaufsräume sind zwar verrußt, aber sonst nicht beschädigt. Nachdem die Maler drin gewesen sind, könnte am 9. Januar wieder der Bierverkauf beginnen. Und wenn Firmen neue Brautechnik und Rohstoffe geliefert haben, ist auch an das Brauen wieder zu denken. „Vielleicht Mitte/Ende Februar“, hofft Wäntig. (mit rko)