Wenige Demonstranten halten die Polizei in Zwickau auf Trab

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Mit einem großen Aufgebot hat die Polizei am 1. Mai in Zwickau das Versammlungsverbot durchgesetzt. Auf dem Hauptmarkt wurde etwa ein Dutzend Teilnehmer eines von der Bürgeroffensive Deutschland versuchten Spaziergangs festgehalten. Die Polizei twitterte, dass es elf Anzeigen und Platzverweise gab.

In einer Art Katz-und-Maus-Spiel verlagerten sich die Aktivitäten der Demonstranten auf die Rosenwiese und später zum Schwanenteichgelände. Wieder wurden Personalien festgestellt und 28 Personen angezeigt wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung. "Eine Strafanzeige erhalten zudem drei Tatverdächtige, nachdem diese den Hitlergruß gezeigt haben", heißt es in einem Polizei-Tweed. Antifa-Mitglieder twitterten, sie seien von Rechten angegriffen worden. Zeitweise kreiste ein Polizeihubschrauber über der Stadt.

Seit Samstagmorgen kontrollierten Polizeibeamte Zufahrtsstraßen wie die B 173 und den Hauptbahnhof. Bereits am Freitagabend hatte die Polizei den Platz der Völkerfreundschaft abgesperrt, ebenso andere Orte, wo Kundgebungen stattfinden sollten.

Polizeisprecher Jan Meinel bilanzierte am frühen Abend einen insgesamt ruhigen Tag. Rund 130 Beamte seien in Zwickau im Einsatz gewesen.

Richtigstellung am 7. Mai, 12:50 Uhr: Zu den drei Strafanzeigen wegen des Hitlergrußes möchten wir ergänzen, dass sich diese Angabe auf den gesamten Bereich der Polizeidirektion Zwickau bezog. Das teilte uns die Polizei mit. Konkret wurde eine Anzeige in Zwickau aufgenommen, die beiden anderen Fälle gab es in Plauen.

Audio:

Polizeisprecher Christian Schünemann zur Lage um 14 Uhr

Wir setzten aktuell unseren Polizeihubschrauber zur Unterstützung des Einsatzes aus der Luft über #Zwickau ein. #z0105pic.twitter.com/i4ixRVhDw9

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) May 1, 2021