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Weniger Kinder, weniger Kitas - Vielfalt und Nähe zum Wohnort bleiben

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Die Entscheidung war bedauerlich, denn es ging darum, in Zwickauer Kitas knapp 800 Plätze abzubauen, vier Einrichtungen zu schließen. Der Stadtrat nahm sich am Donnerstag etwa eine Dreiviertelstunde Zeit für das Kita-Konzept und stimmte nach einer größtenteils sehr sachlichen Diskussion dem Papier zu - mit deutlicher Mehrheit. Es gab offenbar keine Alternative.

Die entscheidenden Fakten kamen im Laufe der Debatte zur Sprache. Die Kitas in Zwickau sind nur zu 80 Prozent ausgelastet. Die Geburtenzahlen sinken, aktuell kommen in Zwickau pro Jahr rund 500 Kinder zur Welt. Würde man alles so lassen und alle Einrichtungen mit insgesamt über 1.000 ungenutzten Plätzen am Leben erhalten, würde man also weiter das Personal bezahlen, die Räume heizen etc., dann müssten es auch die Eltern mitfinanzieren.

Das Konzept war durchdacht, alle Träger waren beteiligt. Die Kita-Landschaft wird bis 2030 so verkleinert, dass trotzdem eine wohnortnahe Betreuung möglich ist und die Vielfalt der Träger erhalten bleibt. Ein weiteres Kriterium war der bauliche Zustand. Sanierungsbedürftig ist beispielsweise die Kita „Spaßvogel“ in Oberplanitz. Sie soll spätestens 2029/30 aufgegeben werden, wenn die Einrichtung „Am Wasserturm“ auf Vordermann gebracht worden ist. Geschlossen werden außerdem „Buratino“ am HBK und die Kita Auerbach. Die „Pusteblume“ zieht in das Gebäude der sanierten Kita „Harlekin“, also von Neuplanitz nach Neuplanitz.

Zwickau wird weiterhin viel Geld für Kinder und Familien ausgeben - für die Kitas jährlich 50 Millionen Euro. Hinzu kommen die Millionen für Sanierungen, geplant für sieben Einrichtungen.