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Weniger Sanktionen für Hartz IV-Empfänger in Sachsen

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Termin verpasst, Job abgelehnt oder nicht zur Fortbil­dung erschienen - im ersten Halbjahr 2016 wurden weniger Hartz IV-Empfänger in Sachsen sanktio­niert. Das teilte die Regio­nal­di­rek­tion Sachsen der Bundes­agentur für Arbeit am Freitag in Chemnitz mit. Die Sachbe­ar­beiter der sächsi­schen Jobcenter haben von Januar bis Juni 4875 weniger Leistungs­kür­zungen ausge­spro­chen als im Vorjah­res­zeit­raum. Insge­samt wurden mehr als 33000 Sanktionen ausge­spro­chen. Grund für die Leistungs­kür­zungen sind wie im Vorjahr vor allem verpasste Termine. Seit 2010 ist der Anteil der Sanktionen wegen abgelehnter Arbeits­stellen, Aus- und Fortbil­dungs­stellen stetig gesunken. Wie im Vorjahr erhielten 3,6 Prozent aller Hartz IV-Empfänger in Sachsen mindes­tens eine Sanktion. Am häufigsten waren Jugend­liche unter 25 Jahren betroffen. Von ihnen erhielten rund sechs Prozent mindes­tens eine Leistungs­kür­zung. Ob derar­tige Sanktionen verfas­sungs­kon­form sind, muss das Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt entscheiden. (dpa)