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Werdauer im Schnellverfahren verurteilt

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Kaum eine Woche ist es her, da hat ein Mann in Werdau versucht, das Asylbewerberheim auf der Unteren Holzstraße anzuzünden. Am Donnerstagmittag wurde der 25-Jährige vom Zwickauer Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, und zwar wegen Bedrohung, Volksverhetzung und Störung des öffentlichen Friedens. Brandstiftung konnte ihm nicht nachgewiesen werden, sagte uns seine Verteidigerin Nadine Röthig. Das sei dem beschleunigten Verfahren geschuldet. Der junge Mann hatte sich letzten Freitag nachts vor dem Asylheim mit seiner Freundin gestritten. Dabei war er stark alkoholisiert. Es gab auch Wortgefechte mit Asylbewerbern. In der Folge warf der Angeklagte zwei Brandsätze über das Eingangstor des Asylheims, die schnell gelöscht werden konnten. Drei Jahre darf sich der Werdauer jetzt nichts zu Schulden kommen lassen, sonst muss er acht Monate ins Gefängnis.  Der Mann ist polizeibekannt. Aufnahmen der Überwachungskamera hatten ihn überführt.