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Wie das „Meerchen“ in Meerane renaturiert wird

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Meerane holt sein „Meerchen“ wieder an die Oberfläche. Jahrzehntelang floss der Bach unterirdisch, er war verseucht mit Abwässern aus Haushalten und der Industrie. In vier Bauabschnitten wird der Bach renaturiert.

Der erste Abschnitt wird demnächst abgeschlossen: Auf einer Länge von 210 Metern verlief der Bach unter dem früheren IFA-Karosseriewerk. Vorher hatte der Abwasserzweckverband Sammler errichtet, so dass das Meerchen sowie die Nebenarme Seiferitz- und Dittrichbach nur noch von sauberem Oberflächenwasser gespeist werden.

„Es ist eines der größten Bauprojekte der Stadt in den letzten Jahren“, so Bürgermeister Jörg Schmeißer dieser Tage bei einem Vor-Ort-Termin. „Allein der erste Bauabschnitt kostet 1,8 Millionen Euro.“ Es wurden auch Bäume am Bachufer gepflanzt, bis Ende Juli werden noch Bänke aufgestellt.

Die Renaturierung trägt auch zum Schutz vor einem Hochwasser bei, wie es statistisch gesehen alle hundert Jahre auftritt. „2010 hatten wir im Stadtgebiet einige Hochwasserschäden, danach hatten wir das Glück, Fördermittel zu bekommen“, erinnert sich die zuständige Sachgebietsleiterin Sabine Schumann. (mit rko)

 

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Sabine Schumann, Sachgebietsleiterin Umwelt