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Wie das Theater sparen will

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Das Theater Plauen-Zwickau muss sparen. Nach Bekanntwerden des Finanzlochs von 1,5 Millionen Euro in der kommenden Spielzeit, haben Leitung und Fördervereine am Mittwoch die Belegschaft zu einer Vollversammlung in Zwickau einberufen. Dort wurde über geplante Sparmaßnahmen informiert. 

„Drei große Produktionen für die Sparten Musiktheater, Schauspiel und Ballett wurden gestrichen - genauso wie die Theaterbälle“, sagte Intendant Dirk Löschner nach der Versammlung vor Journalisten. Außerdem gibt es eine Stellensperre und die Neue Welt wird nicht mehr bespielt. „Die Mietzahlungen sind in Größenordnungen, die wir uns nicht mehr leisten können“, erklärte Löschner. Die Philharmonischen Konzerte sollen im Gewandhaus stattfinden, die Theaterbälle fallen ganz weg.

Nötig sei das alles, weil die Zuschüsse seit der Theaterfusion mit Plauen im Jahr 2000 nicht so angepasst wurden, dass sie Personalkostensteigerungen ausgleichen könnten, erklärte Theater Geschäftsführerin Sandra Kaiser:  „Das Worst-Case-Sezenario wäre ein Spartenabbau“. Von der Politik forderte sie ein langfristiges, dynamisches Finanzierungskonzept, sonst könne man das Theater so nicht erhalten.

Bei den rund 300 Beschäftigten des Theaters herrscht unterdessen große Verunsicherung und Enttäuschung: „Nach unserem Empfinden haben wir in den letzten Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet und jetzt hat man das Gefühl, dieser Weg geht nicht weiter“, resümierte Betriebsratschef Marcus Sandmann nach der Vollversammlung.    

Alle hoffen nun auch auf die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit. Die Fördervereine haben eine Petition ins Leben gerufen. Unterschreiben können Sie hier

 

Audio:

Intendant Dirk Löschner
Geschäftsführerin Sandra Kaiser
Betriebsratsvorsitzender Marcus Sandmann