++ EIL ++

Windpark Reinsdorf/Mülsen: Wie der Betreiber Anwohner finanziell beteiligen will

Zuletzt aktualisiert:

In Reinsdorf und Mülsen, entlang der Freitagstraße, entsteht ein Windpark mit vier Anlagen. Die Fundamente liegen, im Juni beginnt der Aufbau der Türme, wie der Betreiber Sachsen-Energie am Dienstag vor Ort informierte. Parallel wird ein Umspannwerk errichtet. Nabe und Rotorblätter werden ab September montiert. 

Strom für 20.000 Haushalte

Im Dezember soll der Park ans Netz gehen. Die Windräder werden nach Angaben des Energieversorgers aus Dresden gut 60.000 Megawattstunden Strom im Jahr erzeugen; das ist so viel, wie 20.000 Haushalte verbrauchen. 

Finanzielle Beteiligung „der richtige Weg“

Für mehr Akzeptanz der Windräder bietet Sachsen-Energie den Einwohnern von Reinsdorf und Mülsen einen Deal an: Wer mindestens 500 Euro über eine Online-Plattform (Crowdfunding) einzahlt, erhält Zinsen - bei einer Laufzeit von voraussichtlich zehn Jahren. Details will das Unternehmen nach den Sommerferien bei einer Info-Veranstaltung vorstellen. „Mit diesem Ansatz betreten wir Neuland“, sagt Jens-Patric Hirtz, Leiter des Geschäftsfeldes Naturkraft. „Wir sind uns aber sicher, dass es der richtige Weg ist.“ 

Insgesamt 120.000 Euro für vier Orte

Auch die Gemeinden im Umkreis von 2,5 Kilometern profitieren mit 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde, wie es im Erneuerbare-Energien-Beteiligungsgesetz geregelt ist. Insgesamt wird mit 120.000 Euro gerechnet, die wie folgt aufgeteilt werden: Reinsdorf 61.000 Euro, Mülsen 48.000 Euro, Zwickau 7.000 Euro, Wildenfels 4.000 Euro (Zahlen gerundet). (mit rko)

Audio:

Verena Zapf von Sachsen-Energie zur Bürgerbeteiligung