Wintersturm sorgt für knapp 60 Einsätze in der Region
Sturmtief "Egon" hält die Feuerwehren in Zwickau und dem Landkreis auf Trab. Bis Freitagmittag mussten die Kameraden zu fast 60 Einsätzen ausrücken. Meist ging es darum, umgestürzte Bäume wegzuräumen. Mehrere Straßen waren vorübergehend gesperrt.In Zwickau musste die Feuerwehr am Kaufhaus Joh anrücken, dort hatten sich Teile des Daches gelöst. In der Flurstraße fiel ein Baum in eine Stromleitung. Und auf dem Stadion-Parkplatz wirbelte der Sturm Schilder durch die Luft. An der Eisbahn auf dem Platz der Völkerfreundschaft wurden Werbebanner abgerissen, Bauzäune fielen um.
Auf der Lengenfelder Straße wurde ein Kleidercontainer vom Winde verweht.
In Reichenbach und Crimmitschau waren Bäume auf parkende Autos gefallen. In Plauen, Auerbach und Wilkau-Haßlau versperrte jeweils ein Baum die Straße und riss Stromleitungen mit sich, ebenso in Langenweißbach.
Die Grenzübergänge in Bad Elster und Ebmath/Ash sind, aufgrund von Schneeverwehungen und beschädigten Bäumen sowie durch bereits liegengebliebene Fahrzeuge blockiert.
Die Rettungsleitstelle in Zwickau hat ihr Personal aufgestockt, um die vielen Notrufe entgegennehmen zu können. Außerdem wurden sechs zusätzliche Krankentransportfahrzeuge in Betrieb genommen, weil längere Fahrzeiten zu erwarten sind.Die Zwickauer Stadtverwaltung mahnt zur Vorsicht. Das Gartenamt warnt davor, in Wälder und Parks zu gehen und Autos unter Bäumen zu parken. Außerdem hat die Vogtlandbahn die Höchstgeschwindigkeit auf allen Linien des Vogtlandnetzes auf 50 km/h begrenzt. Das kann zu Verspätungen führen, jedoch gehe die Sicherheit der Fahrgäste vor, heißt es in einer Mitteilung der Vogtladbahn.Auf dem Fichtelberg wurden Windspitzen von 149 Kilometern pro Stunde gemessen, das entspricht Windstärke 12. Reisende bekommen Infos unter vogtlandbahn.de.