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ZEV veröffentlicht Sponsoring-Liste als Reaktion auf Fliegerbauer-Rundmail

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Die Zwickauer Energie­ver­sor­gung hat alle Spenden und Sponsor­leis­tungen der vergan­genen drei Jahre offen­ge­legt. Damit reagiert das Unter­nehmen auf eine Attacke Kurt Flieger­bauers. Der Baulöwe hatte Geschäfts­führer Volker Schneider und Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß in einer Rundmail vorge­worfen, ZEV-Gewinne an naheste­hende Vereine auszu­zahlen. Findeiß ist Aufsichts­rats­vor­sit­zende der ZEV und wie Schneider SPD-Mitglied.

Dass die Partei­zu­ge­hö­rig­keit bei Sponso­ring und Spenden­ver­gabe eine Rolle spiele, wiesen beide aufs Schärfste zurück. Man behalte sich ob der Vorwürfe zivil­recht­liche Schritte gegen Flieger­bauer vor.

Findeiß sagte am Dienstag vor Journa­listen, dass das gesell­schaft­liche Engage­ment des Energie­ver­sor­gers nur in Ausnah­me­fällen Thema im Aufsichtsrat sei. Und wenn, müssten zehn Mitglieder des Gremiums zustimmen. Der Aufsichtsrat setzt sich zur Hälfte aus Kommu­nal­po­li­ti­kern verschie­dener Parteien und Gesell­schaf­tern der Thüga zusammen.

Nach eigenen Angaben hat die ZEV allein im Vorjahr Sponsoren- und Spenden­gelder in Höhe von rund 500.000 Euro gezahlt, u.a. an den FSV, den BSV, für das Stadt­fest und das Max-Pechstein-Museum. Zahlreiche Vereine und Kultu­revents würde es ohne die Zuschüsse nicht mehr geben, gab Schneider zu Bedenken.

Flieger­bauer nannte die Offen­le­gung überfällig. Dieses Beispiel sollte Schule machen, sagte er unserem Sender. Der beken­nende Scien­to­loge und OB Findeiß befinden sich seit Jahren im Streit. Zuletzt hatte er die Rathaus­chefin 2011 wegen der Abrisse denkmal­ge­schützter Gebäude öffent­lich Kultur­schän­derin genannt.

Audio:

Pia Findeiß und Volker Schneider