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Zollgewerkschaft fordert mehr Personal im Kampf gegen Crystal

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Ein konzen­triertes Vorgehen im Kampf gegen Crystal haben am Donnerstag die Teilnehmer eines Runden Tisches in Weißwasser gefor­dert. Die gefähr­liche Droge sei bundes­weit auf dem Vormarsch und nicht mehr nur ein Problem in den Grenz­re­gionen zu Tsche­chien, sagte Thomas Liebel, stell­ver­tre­tender Vorsit­zender des BDZ, Deutsche Zoll- und Finanz­ge­werk­schaft.

Der BDZ forderte mehr Personal für Kontrollen an der Ostgrenze, zusätz­liche Befug­nisse wie Postkon­trollen auch inner­halb des EU-Raumes, moderne Röntgen­technik und eine verstärkte Aufklä­rung an Schulen.

Die Zöllner sehen sich zuneh­mend mit einem organi­sierten Crystal-Handel konfron­tiert. Es seien bereits mafiöse Struk­turen entstanden. Dabei spielt das Dreilän­dereck eine beson­dere Rolle: Aus Polen kommen die Grund­stoffe für die Droge, in Tsche­chien wird das Crystal herge­stellt und in Deutsch­land konsu­miert. Die meisten Händler bleiben unbehel­ligt. Der Zoll kratze da nur an der Oberfläche, so Liebel.

Im vergan­genen Jahr wurden in Deutsch­land 74 Kilogramm Crystal sicher­ge­stellt.