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Zu schweres Mathe-Abi? Lehrerverband: es war machbar!

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Beim sächsischen Kultusministerium sind bisher noch keine Beschwerden über ein zu schweres Mathe-Abitur eingegangen. Das teilte Ministeriumssprecher Dirk Reelfs am Montag in Dresden mit. Das Abitur sei allerdings auch erst am Freitag geschrieben worden. Rund 10 800 Schüler waren zugelassen. Das Ministerium rief generell zur Gelassenheit auf. Man müsse auch abwarten, wie die Noten ausfallen. In anderen Bundesländern war am Wochenende eine Welle von Kritik hochgeschwappt. Schülerpetitionen im Internet wurden von Tausenden unterzeichnet.

Noah Wehn vom Sächsischen Landesschülerrat rief bei uns im Interview zwar zu Gelassenheit und einer unaufgeregten Debatte auf. Es habe aber durchaus von Mathe-Grundkurs-Schülern Rückmeldungen gegeben, dass die Aufgaben zu schwierig gewesen seien. Die Leistungskurs-Schüler hätten dagegen nicht geklagt. Man wolle mit dem Kultusministerium sprechen, ob die Schwierigkeit bei der Benotung berücksichtigt wird, hieß es.

Der Vorsitzende des sächsischen Philologenverbandes, Thomas Langer, sprach bei uns im Interview von einem normalen "machbaren" Mathe-Abi. Lehrer und Schüler sagten gleichermaßen, es war machbar, so Langer. "Zeit ist immer knapp bemessen", sagte der Vorsitzende des Philologenverbandes zur Kritik, dass viele Schüler zu wenig Zeit gehabt hätten. "Wir können das nicht verstehen", sagte Langer bei uns im Interview zu den Klagen, die insbesondere in Bayern und Niedersachsen besonders laut sind. (red mit dpa)