Zweieinhalb Jahre Haft für gefährliche Bierglas-Attacke
Für das blutige Ende eines Streits im vogtländischen Beerheide muss ein 25-Jähriger zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Zwickauer Landgericht verurteilte den Mann am Montag wegen versuchten Totschlags. Er hatte sein Opfer mit einem zerbrochenen Bierglas geschlagen und so schwer am Hals verletzt, dass der 20-Jährige nur dank glücklicher Umstände noch lebt. Bei der Attacke wurde die Halsschlagader des jungen Mannes getroffen, er verlor viereinhalb Liter Blut und musste notoperiert werden. Allerdings geht das Schwurgericht davon aus, dass das spätere Opfer dafür mitverantwortlich ist, dass die Streiterei derart aus dem Ruder lief. Die Version des Angreifers, er habe aus Notwehr gehandelt und sein Gegenüber sei auf das am Boden liegende Glas gefallen, kann laut Gutachter nicht stimmen. Stattdessen habe er den Tod seines Opfers billigend in Kauf genommen. Die Verteidigung kündigte an, in Revision vor den Bundesgerichtshof zu gehen. Die Anklage hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert, die Nebenklage auf mindestens fünf Jahre plädiert.