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Zwickau behält Polizeidirektion - Gefängnis schließt 2016

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Die Zwickauer Polizei­di­rek­tion bleibt bestehen. Das verkün­dete Innen­mi­nister Markus Ulbig (CDU) am Dienstag in Dresden. Damit ist die Regie­rung von Plänen abgerückt, die Zahl der Direk­tionen von sieben auf drei zu reduzieren. Übrig bleiben sollen fünf.

Das Gefängnis in Zwickau wird geschlossen und voraus­sicht­lich 2016 durch einen Neubau in Südwest­sachsen ersetzt, so Justiz­mi­nister Jürgen Martens (FDP). Zwickau hatte sich mit dem ehema­ligen RAW-Gelände als Standort beworben.

Chemnitz hat das Tauziehen um die Landes­di­rek­tionen gewonnen. Die Behörde hat dort künftig ihren Haupt­sitz. Leipzig und Dresden werden Außen­stellen.

Mit diesen struk­tu­rellen Verän­de­rungen will die Regie­rung bis 2020 den Staat moder­ni­sieren und die Verwal­tung verschlanken. Der Freistaat reagiert damit auf Bevöl­ke­rungs­schwund und versie­gende Geldströme. Die Zahl der Landes­diener soll von knapp 87.000 auf 70.000 sinken. Auf Entlas­sungen will man aber verzichten und statt­dessen Alters­ab­gänge nutzen. Zudem soll es „Einstel­lungs­kor­ri­dore“ für jüngeres Personal geben.

Regie­rungs­chef Stanislaw Tillich (CDU) rechnet damit, dass die einma­ligen Aufwen­dungen für die Umset­zung des Konzepts bei etwa 300 Millionen Euro liegen. Dagegen stünden Einspa­rungen bei den Perso­nal­kosten von rund einer Milli­arde Euro jährlich ab 2020. "Die Entschei­dung, die wir heute treffen, hat etwas mit unserer Handlungs­fä­hig­keit 2020 zu tun."

Audio:

1. Markus Ulbig zu Polizei­di­rek­tion