Zwickau erinnert an NSU-Opfer
Am 4. November 2011 war das NSU-Versteck in Weißenborn aufgeflogen. Heute, drei Jahre danach, wird in Zwickau an die Opfer der rechten Terrorzelle erinnert. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz lädt zu einer Gesprächsrunde mit Opfervertretern und NSU-Experten. Sie beginnt 19 Uhr im Gasometer.
An der Veranstaltung nehmen teil die Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John, die Rechtsanwältin und Nebenklagevertreterin im Münchner Prozess gegen Beate Zschäpe, Seda Basay-Yildiz, sowie NSU-Experte Ulli Jentsch. Man wolle den Blick auf die Opferfamilien richten und dabei auch den Umgang von Polizei und Justiz mit ihnen beleuchten, teilten die Veranstalter mit.
In Weißenborn hatten die Neonazis Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe jahrelang Unterschlupf gefunden. Ihnen werden zehn Morde zur Last gelegt.