Zwickau: friedlicher Protest der „Spaziergänger“ bei hoher Polizeipräsenz
Am Montagabend sind in Zwickau erneut Menschen auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über die Corona-Maßnahmen zu bekunden. Die Teilnehmer pendelten zwischen Dom und Ringcafé in „losen Formationen“, wie ein Polizeisprecher sagte. Schätzungsweise 50 bis 80 Leute waren unterwegs.
Redner wurden beklatscht, eine Bläsergruppe spielte. Es blieb friedlich. Die Zwickauer Polizei war nach eigenen Angaben mit etwa 100 Beamten im Einsatz, darunter 80 Bereitschaftspolizisten aus Baden-Württemberg, die in kleinen Gruppen das Geschehen überwachten bzw. auf der Inneren Plauenschen Straße mitliefen. Sie griffen nicht ein, sondern wiesen die „Spaziergänger“ darauf hin, dass sich laut Notfallverordnung nur maximal zehn Personen ortsfest treffen dürfen. „Daran hielten sich die Teilnehmer“, so der Sprecher.
In Freiberg, einer Hochburg der Corona-Proteste, wurden Reporterangaben zufolge etwa 700 Personen gezählt, es gab vereinzelte Festnahmen. Zu vielen Protesten gegen die sächsische Corona-Politik rufen die „Freien Sachsen“ auf, eine rechtsextreme Kleinstpartei, sowie Anhänger der Querdenkerszene.