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Zwickau hat die erste Sonnendeponie

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Es wurde kein Geheimnis daraus gemacht. An der Deponie Halde 10 hing von Anfang an ein Banner mit der Aufschrift: „Hier entsteht eine Sonnendeponie“. Bemerkt hat es trotzdem kaum jemand in Zwickau, dass hinter dem „Elmo“-Werk und hinter den Bäumen tausende Solarmodule installiert wurden. Sie liefern seit Juni Strom ans Netz und können rund 3.000 Haushalte versorgen.

Die Firma Energisto hat vor zehn Jahren damit begonnen, für Deponien Photovoltaik-Anlagen zu entwickeln. Im Kreis Zwickau waren es bisher drei. Den Solarpark auf der Halde 10 in Zwickau hat sie auch selbst gebaut – im Auftrag eines Investors aus Sachsen.

Die 8,8 Hektar zwischen Äußerer Dresdner Straße und Kiesgrube Zwickau-Ost boten Platz für Tische mit rund 16.500 Modulen, für 24 Wechselrichter und zwei Trafo-Stationen. Um den Strom ins Netz einspeisen zu können, wurde eine Kabeltrasse nach Eckersbach gebaut mit einer Länge von drei Kilometern. Nach einer Simulation sind von der Anlage pro Jahr sieben Millionen Kilowattstunden zu erwarten.

Das erste Projekt, das Energisto im Kreis Zwickau umsetzte, war 2023 die Anlage in Lipprandis, einem Stadtteil von Glauchau. Und in diesen Tagen ging die dritte ans Netz – in Callenberg. Wie es aussieht, wird sie nicht die letzte sein.

Audio:

Interview mit Projektingenieur Stefan Albrecht