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Zwickau kommt der Glyphosat-Ausstieg teuer zu stehen

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Im August hatte der Stadtrat beschlossen, dass Zwickau ab dem kommenden Jahr kein Glyphosat mehr verwenden wird. Der Unkrautvernichter gilt als gesundheitsschädlich und Insektenkiller. Aber Alternativen sind teuer, wurde am Dienstag im Finanzausschuss deutlich.

Von Mehrkosten in Höhe von bis zu einer halben Million Euro pro Jahr ist die Rede. Für neue Technik hat der Ausschuss zunächst 260.000 Euro bewilligt. Die Stadtgärtner bekommen u.a. ein neues Fahrzeug, auf das ein Heißdampfer montiert wird, außerdem eine Kehrmaschine, die mit einer Drahtbürste dem Unkraut den Garaus machen soll. Ganz auf Chemie wird aber nicht verzichtet. Zum Einsatz kommt künftig der weniger aggressive Wirkstoff Finalsan. Er muss sechs Mal pro Jahr verspritzt werden, bei Glyphosat reichte einmal.

Ein Murren kam auf im Ausschuss, als Gartenamtsleiter Jörg Voigtsberger sechs weitere Stellen forderte, um den gestiegenen Aufwand bei der Unkrautbekämpfung zu bewerkstelligen. Darüber wurde aber noch nicht entschieden.