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Zwickau und Plauen streiten um's Theater

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Zwickau liegt mit Plauen wegen des gemeinsamen Theaters über Kreuz. Zwickau ist bereit, nicht mehr nur 60, sondern 67 Prozent der Anteile zu bezahlen. Das macht ein Plus von 1,5 Millionen Euro. Dafür will Zwickau einen Sitz mehr im Aufsichtsrat. Die Plauener machen da nicht mit. Auf einer gemeinsamen Sitzung kürzlich in Plauen kam es nach unseren Informationen zum Eklat, denn selbst Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der für den Deal ist, wurde von seinen Leuten kalt erwischt. Jetzt steht Einiges auf dem Spiel: Ein Landeszuschuss zu den Personalkosten kommt nur, wenn der Theater-Grundlagenvertrag verlängert wird. Mit dem Zuschuss ("Kulturpakt") könnten die Angestellten ab Januar 2019 wieder nach Tarif bezahlt werden. Aber wegen des Streits um Stimmrechte liegt der neue Vertrag auf Eis. Zwickaus Finanzbürgermeister Bernd Meyer sagte im Stadtrat, ohne Einigung sei der Fortbestand des fusionierten Theaters gefährdet: "Dann kämen auf Zwickau ab dem Jahr 2021 schier unlösbare finanzielle Probleme zu."