Zwickau-Vorstand rechnet mit Geisterspielen bis zum Saisonende

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Autor: Sport

Vorstandssprecher Tobias Leege von Fußball-Drittligist FSV Zwickau rechnet noch über einen längeren Zeitraum mit Geisterspielen. "Wenn die Maßnahmen der Regierung nicht greifen, müssen wir davon ausgehen, dass auch in der Rückrunde der laufenden Saison ohne Zuschauer gespielt werden muss", sagte Leege bei "Sport im Osten". Dieses Szenario müsste aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen allein schon aus Risikoabwägung in Betracht gezogen werden.

Wie Leege erklärte, sei die Liquidität des FSV bis Januar 2021 gesichert. Dass der Bund die Corona-Hilfen für den Profisport bis Mitte des kommenden Jahres verlängern will, sei für den Fortbestand des Vereins sehr wichtig. "Damit können Erlöseinbrüche aus den Bereichen Ticketing und Sponsoring abgefedert werden. Wenn es so eine Stütze nicht gebe und wir in der Rückrunde weiter ohne Zuschauer spielen müssten, wäre die Saison wirtschaftlich nicht zu halten", betonte Leege.

Bedenken hat Zwickaus Vorstandssprecher hinsichtlich der vielen coronabedingten Spielverlegungen in der 3. Liga. "Es wird mit jeder Spielabsage kritischer und chaotischer", sagte Leege. "Noch gibt es einen Puffer, aber wir werden tendenziell vermehrt auf englische Wochen zusteuern, was zu einer erheblichen Herausforderung für die Physis und die Psyche der Leistungsträger führt."

Die Mannschaft des FSV befindet sich seit Montag wegen mehrerer positiver Befunde komplett in häuslicher Quarantäne. Der Verein hofft, Mitte der kommenden Woche das Kleingruppentraining im Rahmen der sogenannten Arbeitsquarantäne wieder aufnehmen zu können. (dpa)