Zwickauer AfD-Stadtrat tritt aus Partei aus - und findet Projektil im Briefkasten
Der Zwickauer AfD-Stadtrat und Fraktionsgeschäftsführer Frank Frieder Forberg hat die Partei verlassen. Der 63-Jährige erklärte am Mittwoch vorm Rathaus, die AfD sei nicht mehr die Partei, in die er 2013 eingetreten sei. Er beabsichtige nun, sich der Bewegung "Blaue Wende" von Frauke Petry anzuschließen."Ich nehme schrille Töne und überholte Strukturen wahr, mit denen die AfD Menschen der bürgerlichen Mitte abschreckt." Sein Mandat und auch den Geschäftsführer-Posten wolle er bis zur Stadtratswahl am 26. Mai behalten und dann als Mitglied der "Blauen Wende" erneut kandidieren, sagte Forberg. Dafür müsse er jetzt Unterstützerunterschriften sammeln.Zufälliger Zusammenhang? Am Mittwochmorgen fand Forberg im AfD-Briefkasten am Rathaus ein Projektil und erstattete Anzeige bei der Polizei. Im Verdacht habe er zwei Personen, die auch schon im Rathaus Hausverbot hätten. Dass er am Mittwoch eine persönliche Erklärung abgeben wolle, habe er nur in einem kleinen Verteiler am Dienstagabend den Medien mitgeteilt, sagt Forberg. In der Einladung stand nichts über den Parteiaustritt.