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Zwickauer Demokratietage: Vorträge über den Islam

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Das Thema Asyl und Integra­tion ist in diesem Jahr der Schwer­punkt der «Tage der Demokratie und Toleranz» in Zwickau. Etwa die Hälfte der 40 Veran­stal­tungen vom 18. bis 30. April beschäf­tige sich mit der Frage nach dem Umgang mit Flücht­lingen, teilten die Organi­sa­toren am Mittwoch in Zwickau mit.

«Wir wollen das Mitein­ander in der Region Zwickau voran­bringen und demokra­ti­sche Struk­turen stärken», betonte Zwickaus Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß (SPD) als Schirm­herrin des zweiwö­chigen Programms.

Zur Eröff­nungs­ver­an­stal­tung am 18. April blicke der Berliner Politik­wis­sen­schaftler Hajo Funke auf das aktuelle Zeitge­schehen, sagte Matthias Bley vom Bündnis für Demokratie und Toleranz. «Damit wollen wir schon zum Auftakt die drohende Spaltung der Gesell­schaft aufgreifen.»

Das Programm reicht von Vorträgen über den Islam und Diskus­si­ons­runden zum Beruf als Politiker bis hin zu Lesungen, Sport­ver­an­stal­tungen und Ausstel­lungen. Zehn Termine setzen sich mit Rechts­ex­tre­mismus ausein­ander. Kommende Woche feiert zudem ein Bühnen­stück zum NSU am Zwickauer Theater Premiere.

Insge­samt sind Veran­stal­tungen an neun Orten im gesamten Landkreis Zwickau geplant, darunter eine Demons­tra­tion unter dem Motto «Zwickau zeigt Herz» am 23. April.

Gerade angesichts der derzei­tigen gesell­schaft­li­chen Debatten dürfe man nicht müde werden, immer wieder Angebote zu machen und das Gespräch zu suchen, sagte Alt-OB Rainer Eichhorn, der sich im Bündnis­beirat engagiert. «Wir laden insbe­son­dere auch Bürger mit Fragen und Sorgen zur Asylpo­litik ein.»

Die Demokra­ti­e­tage finden bereits zum 14. Mal statt. In den vergan­genen Jahren nutzten im Durch­schnitt rund 1.000 Menschen das breite Themen­an­gebot, das bis hin zu Barrie­re­frei­heit und Mitbe­stim­mungs­rechten von Jugend­li­chen reicht.

Audio:

Rainer Eichhorn

Pia Findeiß