Zwickauer Feuerwehr 2024: weniger Brände, mehr Tote
In Zwickau hat es im vergangenen Jahr seltener gebrannt. 223-mal musste die Berufsfeuerwehr zum Löschen ausrücken. Das waren 14 Einsätze weniger als im Jahr 2023, geht aus der in dieser Woche veröffentlichten Statistik des Feuerwehramtes hervor.
Brandmelder verhindern Großfeuer
Ein Großbrand fand demnach überhaupt nicht statt, sogenannte Mittelbrände waren stark rückläufig. Eine Ursache dafür sei, dass es immer mehr Brand- und Rauchmelder gebe, sagte Amtsleiter Nils Eichhorn. „Wir werden häufiger zu Entstehungsbränden gerufen, dadurch wird Schlimmeres verhindert.“
„Trauriger Trend“: Menschen sterben einsam in ihrer Wohnung
Bei ihren Einsätzen in 2024 sind die Kameraden 76-mal mit dem Tod konfrontiert worden. Das waren doppelt so viele Fälle wie im Jahr davor. Es handelte sich zum einen um Verkehrstote, aber zum anderen vor allem um zuhause Verstorbene, wo die Feuerwehr zu Türnotöffnungen gerufen wurde. „Wir laufen als Gesellschaft in eine gewisse Vereinsamung rein. Das ist leider ein trauriger Trend“, meint Eichhorn.
Jedes dritte Mal falscher Alarm
Insgesamt rückte die Berufsfeuerwehr, bei der 210 Mitarbeiter beschäftigt sind, rund 1.600-mal aus; jedes dritte Mal handelte es sich allerdings um eine Fehlalarmierung, wie die Statistik zeigt. Meist waren es Brandmeldeanlagen, die ausgelöst haben, ohne dass es ein Feuer gab – etwa bei Bauarbeiten, oder wenn Wasserdampf beim Kochen aufstieg. Die Betreiber der Meldeanlagen müssen dann den Einsatz bezahlen.
Insgesamt erreichten die Rettungsleitstelle, die auch Krankenwagen losschickt, im Schnitt 900 Anrufe pro Tag.