++ EIL ++

Zwickauer Firma stemmt spannendes Brückenprojekt

Zuletzt aktualisiert:

Zwickauer Autofahrer können in ein paar Jahren auf dem Weg nach Leipzig oder zurück mit einer Portion Stolz die Pleiße überqueren. Die Brücke der A72 über den Fluss, die Bahn und die Staatsstraße, die Brücke in der Nähe des Autobahnkreuzes, wird im Wesentlichen aus Zwickau stammen.

Anfang des Monats wurde das erste Teilstück vom Zwickauer Sonderstahlbau nach Böhlen transportiert. Insgesamt sind es 14 Schüsse, wie es in Fachkreisen heißt, die nach und nach dort ankommen und zusammengefügt werden und am Ende eine 190 Meter lange Brücke ergeben. Dasselbe wiederholt sich noch einmal, denn es müssen zwei Überbauten errichtet werden – für jede Richtungsfahrbahn eine.

Die Montage hat ihren Reiz, das Finale dürfte spannend werden. „Das Besondere an diesem Auftrag ist, dass wir zwei Bauverfahren für diesen Brückenzug haben: einmal den Einschub des Tragwerkes von der Westseite und einmal die Kranmontage im östlichen Bereich“, erklärt Montageleiter Erik Sagner. Ein Teil wird auf die Pfeiler gehoben, der größere wird auf Lagern mit Teflonschicht herangeschoben - und beide müssen zusammenpassen.

2022 sollen die beiden Brücken aus Teilen „Made in Zwickau“ fertig sein. Pfeiler, Widerlager und Fahrbahn kommen von der Firma ARLT aus Frohburg. Dass Firmen aus der Region so ein Bauvorhaben stemmen, freut Thomas Baumann, den Chef der ZSB GmbH. Der Auftrag macht rund ein Fünftel der Jahresbetriebsleistung seiner Firma aus. Im ZSB-Maßstab handelt es sich um einen mittelgroßen Auftrag. „Die Zwickauer Sonderstahlbau GmbH hat sich über die Jahre in den Brückenbau-Markt und mittlerweile in den Großbrückenbau-Markt in Deutschland immer weiter hineingearbeitet“, sagt Thomas Baumann, „wir schauen optimistisch in die Zukunft, weil die Auftragslage derzeit gut bis sehr gut ist“.

Audio: