Zwickauer Forscher: Plasma tötet Hirntumorzellen ab
Zwickauer Forschern ist es gelungen, Hirntumorzellen durch die Behandlung mit physikalischem Plasma abzutöten. Mit dem Verfahren soll es möglich werden, Hirnhauttumore restlos zu entfernen, ohne gesundes Gewebe zu gefährden, teilte die Hochschule am Montag mit. Physikalisches Plasma ist mit maximal 50 Grad Celsius deutlich kühler als das natürliche Plasma und besitzt die Eigenschaft, Keime und ungewünschtes Gewebe gezielt zu zerstören.
In verschiedenen Versuchsreihen konnten die Krebszellen zu fast hundert Prozent eliminiert werden, berichtet WHZ-Professor Maik Fröhlich. Nach den Erfolgen im Labor gehe es jetzt darum, die Ergebnisse in die Praxis zu überführen. Seit 2022 arbeitet Fröhlich gemeinsam mit Medizinern des Heinrich-Braun-Klinikums und der Universitätsklinik Magdeburg an diesem Thema.