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Zwickauer Grubenunglück: Zeitzeuge erinnert sich an Einsatz vor 65 Jahren

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Auf dem Hauptfriedhof wurde am Samstagvormittag der Opfer des Grubenunglücks von Zwickau gedacht. Vor 65 Jahren starben bei der Katastrophe im „Karl Marx Werk“ 123 Menschen. Auslöser war eine Schlagwetterexplosion, die für eine schlagartige Verbrennung des kompletten Sauerstoffs im Schacht sorgte. Die Bergleute, die die Flammen überlebten, erstickten wenig später - teilweise trotz Selbstretter. 

Hans-Joachim Brattke war damals 24 Jahre alt und als Gruppenführer der Grubenwehr zuständig für die Bergung der Verschütteten. Er erinnert sich an den Tag des Unglücks: „An dem Tag wurden durch die Grubenwehr 268 Bergleute lebend geborgen. Bei der Suche am nächsten Tag haben wir dann 17 Tote gefunden - darunter auch Bekannte von mir. Das war traurig!“ 

Das Zwickauer Grubenunglück ging als schwerstes der DDR in die Geschichte ein.