Zwickauer haben bei Ordnung und Sauberkeit viel Redebedarf
Die Einwohnerversammlung in dieser Woche war ein reger Austausch von Meinungen und Informationen. Etwa 50 Bürger waren in die Pestalozzischule gekommen und sehr viele sprachen Probleme an – es gab bestimmt 20 Wortmeldungen. Am längsten wurde über das Thema Ordnung und Sauberkeit gesprochen. Dazu gab es mehrere Anlässe.
Ende kommenden Jahres laufen zwei Verträge aus: zur Straßenreinigung und zur Papierkorbentleerung. Darüber informierte der Leiter des Umweltbüros Michael Mühmel und nannte ein Problem: Autofahrer ignorieren die Parkverbotsschilder, die vor der Straßenreinigung aufgestellt werden, und die Kehrfahrzeuge drehen unverrichteter Dinge wieder ab. Deshalb wird darüber nachgedacht, bei einigen Straßen den Reinigungsrhythmus zu ändern und andere Straßen aus dem Katalog zu streichen, also dort die Reinigung zurückzugeben an die Anlieger.
Damit müssen die Bürger mit dem Problem fertig werden. Eine Frau schilderte, dass sie auf den Moment wartet, in dem mal kein Auto vor dem Haus parkt, und dann loszieht mit Schaufel und Besen. Eine andere erzählte, dass sie mit ihrem Kind auf den Fußwegen Abfall aufsammelt, aber oft keinen Papierkorb findet oder dieser bereits vollgestopft ist. Constance Arndt antwortete, dass das Problem bekannt sei, dass in der Innenstadt jetzt größere Mülleimer aufgestellt werden, dass aber alles etwas kostet.
Weiter wurde das bekannte Ärgernis Sperrmüll angesprochen: Schränke, Sofas und dergleichen türmen sich tagelang vor einem Haus. Die Oberbürgermeisterin verwies darauf, dass das mit dem Landkreis geklärt werden muss – die Abfallbehörde gehört zum Landratsamt. Und auch dort gibt es nur begrenzte Kapazitäten und eine Aufstockung wäre wieder eine Frage des Geldes. Ein Mann vertrat die Auffassung, dass hier zuerst der Hausbesitzer gefragt sei, der müsse doch wissen, wer auszieht und dass Müll anfällt. Constance Arndt empfahl am Rande der Versammlung auch den Bürgern, die so etwas beobachten, die Initiative zu ergreifen: indem sie die Nachbarn mit dem Sperrmüll fragen, ob sie sich um die Entsorgung gekümmert haben.